Der Bühnenbildner Jens Kilian wurde in Dresden geboren und machte nach seinem Abitur in Potsdam von 1977-1979 ein Volontariat für Filmszenenbild beim DEFA-Studio für Spielfilme, sein Mentor war Alfred Hirschmeier.
Im Anschluss daran studierte er Bühnen- und Kostümbild bei Dr. Gunter Kaiser und Manfred Grund an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, welches er 1984 mit dem Diplom abschloss. Darauf folgte ein Jahr als Szenenbildner bei der DEFA Babelsberg.
Von 1986 war er bis 1990 Bühnenbildassistent an der Deutschen Oper Berlin, dann von 1990 bis 1992 Ausstattungsleiter an den Bühnen der Stadt Köln.
Seit 1992 ist er dort Bühnen- und Kostümbildner. Schon seit 1987 arbeitete er als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner sowohl für Oper, als auch für Schauspiel und Tanz. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet Jens Kilian mit Regisseuren wie Joachim Schloemer (z. B. 1999 »Das Rheingold« für den Stuttgarter »Ring«, 2002 »Pelléas et Mélisande« in Basel oder 2002 »Senza fine« bei den Salzburger Festspielen), Christof Nel (u. a. 1999 »Salome« in Frankfurt/Main, 2001 »Der Freischütz« an der Komischen Oper Berlin, 2003 »Tristan und Isolde« in Frankfurt/Main), Jossi Wieler (»Alkestis« beim Berliner Theatertreffen 2002), Martin Kušej (2003 »La clemenza di Tito« bei den Salzburger Festspielen), Dimiter Gotschef (z. B. 2004 »Germania Stücke« am Deutschen Theater in Berlin), Thirza Brunken (»Stecken, Stab und Stangl« beim Berliner Theatertreffen 1996) und Karin Beier.
Jens Kilian führte selbst Regie und entwarf das Bühnenbild und die Kostüme für das Opernprojekt »Prometheus VI« 1995 in Nürnberg. Nach »Carmen« (in der Regie von Martin Kušej) im Dezember 2004, ist »Parsifal« nun Jens Kilians zweite Arbeit an der Lindenoper.