Andreas Bauer wuchs in Jena auf. Nach seiner Ausbildung und Tätigkeit als Tontechniker studierte er Gesang an der Musikhochschule in Dresden und Weimar sowie später privat bei Paolo Barbacini in Italien und Robert Lloyd in London.
Seit 2007 ist Andreas Bauer Ensemblemitglied an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Unter der Leitung von Daniel Barenboim sang er u.a. den Komtur, Titurel wie auch König in »Aida«. Er debütierte als Publio in der Premiere von »La clemenza di Tito« an der Seite von Elina Garanca. Außerdem übernahm er Partien wie Colline, Timur, Erster Nazarener, Sprecher, Bartolo, Pistola sowie den Mönch in »Don Carlo«. In der kommenden Spielzeit wird er erstmalig als Don Alfonso, Don Basilio und in der Premiere von Stravinskis »Rake’s Progress« zu hören sein. Großen Erfolg hatte er zuletzt als Komtur an der Opéra de Lyon. Noch während des Studiums debütierte er 2001 als Osmin am Theater in Annaberg-Buchholz. Hier wie auch später als Ensemblemitglied des Mainfrankentheaters Würzburg sang er Partien wie Gremin, Sparafucile, Kaspar, Van Bett, Seneca in Monteverdis »L’incoronazione di Poppea« und Mephisto in Gounods »Faust«.
In Würzburg wurde ihm der »Publikumspreis 2005« verliehen. Unter Claudio Abbado gastierte der junge Bass 2006 als Sprecher in der »Zauberflöte« beim Edinburgh Festival, unter Sir Colin Davis sang er diese Rolle in Madrid. Mit den Berliner Philharmonikern und erneut unter Abbado war er in Schumanns Dramatischem Gedicht »Manfred« in Berlin zu hören. In Modena/Italien debütierte Andreas Bauer 2006 als Oroveso in Bellinis »Norma« und sang im gleichen Jahr den Mephisto in Gounods »Faust« unter der Leitung von Philippe Auguin. Mit dieser Partie gastierte er sehr erfolgreich auch in Cremona, Brescia, Como und Pavia.
Andreas Bauer sang unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Sir Colin Davis, Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle, Andris Nelsons, Philippe Jordan und Gustavo Dudamel.
Zukünftige Gastengagements führen ihn wiederholt an die Opéra de Lyon, sowie an das Théâtre du Capitole in Toulouse und nach Santiago de Chile. Zu seinem Konzertrepertoire gehören neben den Werken Bachs: Verdi-, Mozart-, Brahms-Requiem, Dvoraks Stabat Mater, Haydns Schöpfung und Nelson-Messe, Händels Messias und Dettinger Te Deum, Mendelssohns Elias, Beethovens Neunte sowie Puccinis Messa di Gloria.