Jodie Gates

CHOREOGRAPHIN

Jodie Gates bewegt sich seit mehr als zwanzig Jahren professionell in der Welt des Tanzes. Unter der künstlerischen Leitung von Robert Joffrey begann sie ihre tänzerische Laufbahn beim Joffrey Ballet in New York. Ein Engagement beim Pennsylvania Ballet als Solotänzerin ermöglichte ihr, sich ein umfangreiches klassisches Repertoire zu erarbeiten. Vier weitere Jahre verbrachte sie als Tänzerin bei William Forsythes Ballett Frankfurt. Während ihrer gesamten Laufbahn wurde sie immer wieder auch zu internationalen Gastauftritten verpflichtet. Jodie Gates hatte die Gelegenheit zu intensiver Zusammenarbeit mit zahlreichen Choreographen und Ballettpädagogen, die sich deutlich in ihrem Repertoire niedergeschlagen hat, das von den großen klassischen Rollen genauso geprägt ist wie von modernen und zeitgenössischen Choreographien bishin zu Improvisationstechniken. Heute arbeitet sie als Pädagogin oder Ballettmeisterin mit namhaften Ballettcompagnien und ist Professorin für Tanz an der University of California in Irvine. Außerdem ist sie Initiatorin und Leiterin des renommierten, preisgekrönten Laguna Dance Festivals „CaDance“ im kalifornischen Laguna Beach und Mitglied des Kuratoriums von „Dance/USA“, einem Netzwerk, das sich als nationale Service-Organisation für den professionellen Tanz in den USA versteht.

Jodie Gates genießt in den USA bei Kritikern und Fachleuten größtes Ansehen, das sie sich als Protagonistin der amerikanischen Tanzszene verdient hat. Regelmäßig arbeitete sie, und tut dies zum Teil bis heute, mit dem Joffrey Ballet, dem zeitgenössisch ausgerichteten Complexions Contemporary Ballet New York, dem Ballett Frankfurt, der Hubbard Street Dance Chicago, dem Washington Ballet, dem Pennsylvania Ballet, der Paul Taylor Dance Company, der Parsons Dance Company, dem Scottish Ballet, dem Ballet N/Y oder mit Matthew Bournes „Schwanensee“-Tournee-Ensemble.
Einstudierungen führten sie zum Ballett der Pariser Oper, zum Scottish Ballet, San Francisco Ballet, Houston Ballet und zum Miami City Ballet. In ihrer US-amerikanischen Heimat genießt sie einige Prominenz: Als Solotänzerin stand sie im Zentrum zweier Folgen der PBS-Serie ‘Great Performances’, sie ist im Weißen Haus in Washington aufgetreten, war Talk-Gast in der Show von Jay Leno und wirkte in mehreren Musikvideos und Werbespots mit.

Ihren ersten choreographischen Versuch unternahm Jodie Gates 2000 beim Pennsylvania Ballet („Vinyasa“). Der Erfolg gab ihr Recht, und es folgten zahlreiche weitere Arbeiten für Festivals, Workshops und Compagnien in den Vereinigten Staaten. 2006 choreographierte sie für das Washington Ballet „Minor Loop“ und mit ihrer Arbeit „Barely Silent“, die 2007 für das Complexions Contemporary Ballet entstanden ist, eroberte sie das New Yorker Publikum. Inzwischen hat sie sich in ihrer Heimat auch als Choreographin längst einen Namen gemacht. Zum ersten Mal erarbeitet sie eine Choreographie in Deutschland, „Courting the Invisible“ entstehlt gemeinsam mit den Tänzerinnen und Tänzern des Staatsballetts Berlin.